Dieter Riefling (*13. Juni 1968 in Alfeld (Leine)) ist ein Neonazi und (ehemaliger) Kader verschiedener extrem rechter Organisationen, wie der verbotenen FAP, Blood&Honour, NPD, Kameradschaften und zuletzt von Die Rechte. Er tritt bundesweit als Redner bei rechtsextremen Aufmärschen und Kundgebungen auf. Riefling ist in Söhlde wohnhaft, betätigt sich aktuell vor allem im Schreiben von Artikeln und CD-Rezensionen im extrem Rechten Spektrum. In Hildesheim hat in den letzten Jahrzehnten verschiedene Organisationen wie Kameradschaften oder die „Bürgerinitiative für Zivilcourage“ gegründet. Er saß für seine Aktivitäten in der Neonaziszene auch bereits in Haft.
Dieter Riefling war bereits in den 90ern in der Naziszene aktiv
Aktuell steht in Hildesheim keine lokale Gruppe hinter ihm. So konnte er 2019 zur Euroawahl zwar immerhin auf Listenplatz 4 der Partei „Die Rechte“ kandidieren, hatte jedoch kaum Rückhalt dafür in Hildesheim. Der Versuch eines Aufmarsches zur Kandidatur durch Hildesheim im Mai 2019, war das letzte öffentliche in Erscheinung treten in Hildesheim, seinerseits. Damals zeigte sich seine Isolation in der Region. Lediglich 17 Neonazis versammelten sich um ihn. Viele von weit her angereist.
Dennoch ist seine Rolle und die kontinuierliche Betätigung in der Naziszene nicht zu unterschätzen. Aufgrund seiner Historie und den diversen Vorstrafen und Gefängnisaufenthalten gilt er in Teilen der Szene als Ikone. Er pflegt gute Kontakte zu Kadern in Deutschland, Europa und sogar nach Japan. Er betreibt auf Telegram den Infokanal „Miesling News“, schreibt CD-Rezensionen und Artikel in Zeitschriften wie der „NS Heute“.
Dieter Riefling in führender Position beim Naziaufmarsch in Magdeburg nach dem Anschlag vom 20.12.2024Dominic Brandes, Sören Surdyk, Dieter Riefling, Stefan Koch in Braunschweig bei einem Naziaufmarsch am 11.9.2021
Jens Wolpers ist seit Jahren in der rechten Szene, insbesondere im Umfeld von Johannes Welge unterwegs. Er ist in der Rechtsrockszene zu verorten. An Kundgebungen und ähnlichem beteiligt er sich nicht. Bei Saufgelagen, Liederabenden und Partys der extremen Rechten, ist er jedoch Stammgast. Seine rechtsextreme Gesinnung trägt er durch T-Shirts und Musik zum Ausdruck.
Jens Wolpers, Martin Schüttpelz und UnbekanntJens Wolpers und Johannes WelgeLinks: Jens Wolpers, Rechts Johannes Welge
Oliver Thomas Ralf Schmidt (Jahrgang 1988) kommt aus Alfeld und ist Angehöriger der lokalen Neonaziszene. Zunächst im NPD Kreisverband Oberweser aktiv, betätigte er sich zuletzt vor allem an Aktionen der Partei Die Rechte. So bereiste er gemeinsam mit anderen Neonazis aus dem Raum Alfeld im Jahre 2022 mehrere Neonazi-Veranstaltungen in Hildesheim und Braunschweig. Auch ist er mit dem Hildesheimer NPDler Marcus Griese befreundet, mit dem er in eine Kneipenschlägerei verwickelt war, bei denen die Nazis Andersdenkende im Bierstall angegriffen haben. Zuletzt ist er durch seine Beteiligung an mindestens einem Infostand der AfD am 13.9.2025 in Elze aufgefallen.
Von Links: OIiver Schmidt, Aljoscha Raschke, Pierre Bauer, Joshua Grothaus, Unbekannt
19.03.2022 Nazidemo in Braunschweig: Alfelder Nazis zusammen mit dem bekannten Nazischläger Pierre Bauer aus BS.
Oliver Schmidt nahm am 1.5.2024 an einem Naziaufmarsch in Celle teil
Am 1.5.2024 besuchte er eine Nazidemonstration der NPD Hamburg und Die Rechte in Celle. Hier lief er neben einem Teilnehmer, der den Hitlergruß zeigte.
Oliver Schmidt an einem Infostand der AFD am 13.09.2025 in Elze
Oliver Schmidt arbeitet als Betreuung/Alltagshilfe im sozialen Bereich bei wechselnden Arbeitgebern wie der Caritas.
Johannes Welge stammt aus Braunschweig, lebte in seiner Jugend als Punker in der Wohnung seiner Großmutter in der Sonnenstraße in Braunschweig. Aus dem Punk wurde ein Neonazi, der in der „Kameradschaft38“ und den „Freien Nationalisten Niedersachen Ost“ mitmischte. Mit seiner Ex-Frau und ebenfalls Faschistin Lisa hat er zwei Kinder, sowie einen Hund mit denen er ein Haus in Almstedt bewohnte. Nach der Trennung 2019 lebte Johannes Welge allein und bewohnte fortan eine Wohnung in Bad Salzdetfurth. Lisa zog mit den Kindern in die Nähe von Karlsruhe und begann dort ein neues Leben mit dem AfD Mandatsträger Georg Albus als Partner.
Ab Dezember 2020 ist Johannes Welge wieder in das Haus in Almstedt gezogen, für das er keine Miete zahlen muss. Auch in Braunschweig kann Johannes auf mehrere Immobilien seines Vater zugreifen. Auch sein regelmäßiges Einkommen bezieht Welge nicht aus Lohnarbeit, sondern vom Vater. Weil er keine Zeit mit Arbeit verschwenden muss, nutzt er diese sinnvoll für Glücksspiel und Alkoholismus. Auch seine Kameraden beehren ihn gern in Almstedt auf einen Umtrunk. Die Immobilie in Almstedt wird auch gern von der Naziszene für Liederabende, Partys und sogar Parteitage genutzt. Mit seiner neuen Freundin Gina Born hat er ein Kind gezeugt, bekommt von seinen anderen Töchtern aus erster Ehe gelegentlich Besuch.
Zunächst beteiligte er sich 2019 an der 1. Mai Kundgebung der extrem rechten Kampfsportgruppe Adrenalin BS in Braunschweig, am Wahlkampf der Partei „Die Rechte“ zur Europawahl im Mai 2019, sowie am Naziaufmarsch des Dieter Riefling am 18.05.2019 in Hildesheim. Weil Riefling unfähig war „Die Rechte“ in Hildesheim aufzuziehen und lediglich 17 Personen zu seiner monatelang beworbenen Demonstration bekam, übernahm Welge das Zepter.
Er war Versammlungsleiter der Nazikundgebung am 27.7.19 in Hildesheim und organisierte das Gründungstreffen des neuen Kreisverbands von „Die Rechte“ in Almstedt. Es folgten Infostände, Besuche bundesweiter Demonstrationen, sowie ein regelrechter Wahn an Kundgebungen, Infoständen und Demonstrationen in 2020 und 2021 in Braunschweig. Er ist nicht nur formal Vorsitzender des Kreisverbandes und stellv. Vorsitzender in Niedersachsen, sondern auch tatsächlich Treibkraft und Einpeitscher der Gruppe.
Mit Geburt des neuen Kindes und der erneuten Auflösung des Kreisverbands von „Die Rechte“, ist auch Welges Aktivität in den vergangenen Jahren zurückgegangen. Er fährt auf Szeneevents und Konzerte, hegt weiterhin gute Kontakte in die Naziszene und lädt weiterhin zu Feiern ein. Aktuell ist mit dem Umbau von Immobilien am Frankfurter Platz in Braunschweig beschäftigt, die ihm sein Vater zur verfügung stellt. Hier wohnen bereits mehrere Neonazis, außerdem betreibt Lasse Richei im Dachgeschoss ein extrem rechtes Tattoostudio.
Die Neonazis Lasse Richei und Johannes WelgeJohannes Welge und Martin Schüttpelz im Ersepark mit Gleichgesinnten
Aljoscha Raschke (Joschi) aus Hildesheim/Alfeld war bei DIE RECHTE aktiv und besuchte eine Zeit lang fast jede Kundgebung in Hildesheim und Braunschweig.
Aljoscha Raschke am 27.03.21 in Braunschweig als Ordner auf Nazidemo
Er hielt sich bei DIE RECHTE zwar eher im Hintergrund, war jedoch seit Neugründung des Kreisverbands bei den Kundgebungen und Infoständen in Hildesheim jedes Mal dabei. Er reiste auch regelmäßig nach Braunschweig, um dort bei Kundgebungen und Demos mitzumachen.
Shakehands mit Johannes Welge, Aljoscha Raschke auf Nazidemo in Braunschweig am 26.6.202119.03.2022 Nazidemo in Braunschweig: Oliver Schmidt, Unbekannt, Aljoscha Raschka, Joshua GrothausBei einem Die Rechte Infostand in Hildesheim am 30.11.2019
Der von Sozialleistungen lebende Marcus Griese (Jahrgang 1970) ist langjähriger Angehöriger der Hildesheimer Neonaziszene. Er lebt in der Hildesheimer Neustadt. In erster Linie in der NPD beheimatet, verbreitet er schon lange rechte Propaganda in Hildesheim. Er ist für seinen schwarzen Mantel und eine Kette mit schwarzer Sonne Emblem bekannt. In jüngster Vergangenheit beteiligte er sich an zahlreichen Demonstrationen der extrem rechten Szene, insbesondere von „Die Rechte“ in Braunschweig. Außerdem beteiligte er sich an einem Treffen von Nazikadern, die in Abspaltung zur Partei „Heimat“ die alte NPD aufrechterhalten wollen.
Marcus Griese, unten rechts bei dem NPD Treffen zusammen mit langjährigen Kadern
In Hildesheim treibt er sich gern in Kneipen herum, stand zuletzt auch zusammen mit Oliver Schmidt wegen eines Übergriffes in der Kneipe Bierstall vor Gericht. Hier hatte er mit Reizgas andersdenkende Personen angegriffen. Generell gilt Marcus Griese als extrem leicht reizbar und aggressiv.
Martin Kiese (Braunschweig) und Marcus GrieseMarcus Griese auf Querdenken Aufmarsch in Hildesheim am 27.4.2024
Der Neonazi Rene Scholtyssek (Scholli) ist schon seit mindestens 2007 in Hildesheim aktiv und gilt als Ziehkind des Hildesheimer Nazikaders Dieter Riefling. So findet man ihn auf Bildern und in Recherchen von früher immer wieder. Er arbeitet bei Kaufland in der Getränkeabteilung.
Von 2014 bis 2016 beteiligte er sich an Aktivitäten der Gruppe DIE RECHTE, danach an der Legion Hildesheim, der Bürgerwehr Hildesheim, sowie Szeneveranstaltungen der extremen Rechten.
Am 1. Mai 2019 beteiligte er sich an einer extrem rechten Kundgebung von Adrenalin BS in Braunschweig.
Am 27.07.2019 nahm er in Hildesheim an der Kundgebung und dem Gründungstreffen der Partei Die Rechte teil. Er besuchte auch Aufmärsche der Partei in Einbeck und Kassel.
Johannes Welge, Rene Scholtyssek, Aljoscha Raschke, Michael Weiß am 27.7.2019 in HildesheimRene Scholtyssek pöbelte am 01.05.2025 die DGB Kundgebung am Hildesheimer Hauptbahnhof an und filmte sich dabeiPhillip Meibaum, Rene Scholtyssek, Robert Zingler, Dieter Riefling bei Nazistöraktion gegen einen Vortrag im Gewerkschaftshaus 2010
Achim Heide, welcher ursprünglich aus Borsum (Landkreis Hildesheim) kommt, war von Ende 2019 bis zu einer Haftstrafe 2021 im Kreisverband Hildesheim/Braunschweig von Die Rechte aktiv. Der gelernte Dachdecker ist Richtung Braunschweig verzogen. Nach unserer Kenntnis sitzt er aktuell erneut in Haft.
Sein Debüt datieren wir auf den 30.11.19, als Achim erstmalig öffentlich für die Rechte in Erscheinung trat und einen Infostand in der Hildesheimer Innenstadt abhielt.
Von da an war er ein fester Bestandteil der Nazitruppe um Johannes Welge und besuchte zahlreiche Demos und Aktionen von Die Rechte. Er trat auch schon aggressiv gegenüber Antifas auf und versuchte diese einzuschüchtern. Nach dem rechtsextremen Attentat von Hanau provozierte er am Rande einer Gedenkdemo in Hildesheim. Außerdem war er Mitinitiator der Kleinstgruppe „Anti-Antifa Hildesheim“, welche für einen kurzen Zeitraum in Hildesheim ihr Unwesen trieb.
Seit Juni 2020 war er mit der Wolfsburgerin Dina Baginski zusammen und wohnte mit ihr zusammen in Braunschweig am Frankfurter Platz. Dina Baginski besuchte ebenfalls sämtliche Kundgebungen und Demonstrationen von DIE RECHTE und stammt aus einer Nazifamilie. Laut eigener Aussage sei sie aus der Naziszene ausgestiegen.
Heide mit dem Nazischläger Pierre Bauer bei einem Infostand in Braunschweig am 3.10.20.
Achim Heide mit Schwarzer Sonne Tattoo auf Ellenbogen