Last Resort

n der Schuhstraße befindet sich ein Tattoostudio mit langer Historie. Ebenso lang ist die Historie extrem rechter Aktivitäten des Inhabers und von Teilen der Belegschaft.
Inhaber Johannes Knoch (Jahrgang 1967) war eine zentrale Figur innerhalb von Blood & Honour (B&H) Niedersachsen. Nach seiner militärischen Ausbildung in der Bundeswehr zog er Mitte der 1990er Jahre nach Südafrika, wo er vermutlich an gewaltsamen Konflikten der weißen Minderheit gegen die schwarze Mehrheit teilnahm. 
Zurück in Deutschland baute Knoch das extrem rechte Musik- und Terrornetzwerk Blood and Honour Niedersachsen auf. Er organisierte Konzerte, Sitzungen, Wehrsportübungen und paramilitärische Trainings, die Neonazis auf einen „Rassenkrieg“ vorbereiten sollten. 1998 eröffnete er das Tattoo-Studio „The Last Resort“ in Hildesheim, das zum Knotenpunkt für Neonazis wurde und als Plattform zur Verbreitung rassistischer Ideologien diente. Sein Engagement in B&H und seine Verbindungen zu extremen Netzwerken trugen dazu bei, dass Knoch und seine Gruppe im rechtsextremen Terrorismus, einschließlich des Umfelds des NSU, eine bedeutende Rolle spielten. Im Jahr 2002 durchsuchte die Polizei das Last Resort. Erst 2008 erfolgte eine Verurteilung von Knoch vor dem Landgericht Halle, wegen des Weiterführens verbotener Organisationen (Blood and Honour). Nach längerer Funkstille durchsuchte die Polizei das Tattoostudio im September 2025 erneut. Dieses Mal ging es um die Gruppe „Nordbund“. Soldaten und Polizisten haben sich hier zu einer bewaffneten rechten Gruppe zusammengetan. Die Ermittlungen laufen.

Johannes Knoch, wohnhaft in Altenhagen bei Springe ist gern in der Natur
4 von links: Hannes Franke, 6 von links Johannes Knoch gemeinsam mit Mitglieder der Hells Angels Altmark

Weiterführende Informationen zu Knoch finden sich in den folgenden Broschüren und Artikeln:

Robin Schröder

Die ehemalige Führungsfigur der Hildesheimer Roten Linie HI bis 2025 ist Robin Schröder aus Diekholzen. Dieser trat als Anmelder in Erscheinung und produzierte die Videos der Gruppe, die auf YouTube und Telegram verbreitet wurden. Während in ihrer Gesamtheit die Rote Linie Hildesheim nicht homogen rechtsextreme Positionen vertritt, lenkte Schröder den Diskurs deutlich in Richtung Queerfeindlichkeit, Demokratiefeindlichkeit, Russlandfreundschaft, Rassismus und Antisemitismus. Er war Versammlungsleiter des großen Querdenken-Aufmarsches am 27.04.2024 in Hildesheim.

Seit 2025 ist er nicht mehr öffentlich in Erscheinung getreten. 

Robin Schröder als Anmelder des Querdenken Aufmarsches am 27.04.2024 in Hildesheim
Ingo Bittner, Robin Schröder, Stefan Schmidt aus Hildesheim bei einem Querdenken-Aufmarsch in Göttingen